Ok, es hat lange gedauert... aber hier mein "erster" eindruck von der D&D Online variante.
Zuerst möchte ich folgendes klarstellen :
Man kann die onlinevariante nicht mit echtem "essen-trinken-würfeln" wie es ein freund von mir genannt hat vergleichen.
Viele viele kleinigkeiten machen den unterschied zwischen den beiden varianten aus (ich gehe später genauer darauf ein).
Mittlerweile haben wir 2 Spielgruppen (4te Edition), und gesamt 5 Sessions gespielt. Beide Kampagnen spielen in den Forgotten Realms und zum ersten mal (für mich persönlich) habe ich sogar Devas, Genasi und sogar Drow in meiner Runde zugelassen, ebenso einige der "neuen" klassen wie z.b Invoker, Avenger, Assassin ect.
Die 4te Edition macht einen relativ guten job wenn es um balancing geht (leider fühlen sich manche klassen recht gleich an). Die Tools fürs Onlinegaming sind aber wie gesagt Regelwerkunabhängig !
Die ersten 2 Spielabende waren jeweils 4 Stunden lang. Leider gingen ca. 1,5 std. pro Abend verloren weil entweder Maptools oder ein Macro nicht funktioniert haben. Diese Probleme haben wir im vorfeld kommen sehen, von daher waren wir einfach zu geduldig und haben mitten in den Spielrunden angefangen Maptool-fehler auszubügeln. Dadurch ging natürlich wieder viel atmosphäre und konzentration verloren.
Dadurch waren die ersten 2 spielabende ... naja kurz gesagt... einfach shice
Mittlerweile haben wir aber genügend erfahrung mit Maptools gesammelt, so dass die größten fehler ausgebügelt sind. Manches funktioniert nach wie vor nicht (so wie wir uns das vorstellen), aber wir möglichkeiten gefunden diese kleinigkeiten individuell zu lösen.
Maptools funktioniert also gut, aber nicht perfekt!
Ich schätze mal es waren einfach die erfahrungswerte im umgang mit maptools an sich, die alles verlangsamt haben. Ebenso sind insgesamt 5 D&D-N00bs mit dabei, daher mussten auch viele Regeln einfach wieder und wieder erklärt werden.
Die nächsten 3 Spielrunden liefen überraschend flüssig ab. Und step by step wird das Spielen immer flüssiger, überraschender weise wird sogar extrem viel "In-Character" geredet.
Nach langem überlgen mache ich doch lieber eine Pro & Contra liste...
Pro:
- Einfache vorbereitung als GM
- Einfache Charaktererstellung
- Lichtquellen und Sichtweite sind einstellbar (denkt an die möglichkeiten)
- Durch TS3 & Voicemod programm kann ich als GM auch als Dämon reden XD
- Neue Spieler werden nicht mit den Regelbüchern erschlagen
- "On-the-fly" Encounter lassen sich innerhalb von 5-10 min. aus dem ärmel schütteln
- Ich habe ein Abentuer (für 2 Spielabende/8 Stunden "ingame") inklusive Maps, Monster & Fallen innerhalb 3 Stunden erstellt
- Handouts, Whisperfunktion, Sichtweite & Lichtquellen negieren (meiner meinung nach

) das atmosphäreminus wett
Contra:
- Wie schon oben gesagt "Essen-trinken-würfeln" atmosphäre
- Java suckt (Maptools basiert leider darauf)
- Da jeder am PC sitzt, fällt es einem leicht die konzentration zu verlieren oder abgelenkt zu werden.
- Java suckt
- Erfahrungswerte sind nötig um ein flüssiges und problemloses spielen zu gewährleisten (ihr wollt nicht wissen wieviel Zeit ich allein investiert hab um alles funktionsfähig zu machen)
- D&D Insider Account (5-6€ pro Monat) sollte vorhanden sein. Wir haben nur 1 Account, den wir uns teilen (Reicht total)
- Klicken fühlt sich einfach nicht wie würfeln an
- Java suckt
Joa, das wars eigentlich schon. Solltet ihr fragen zu Maptools haben oder einfach mal probeweise mitspielen wollen, schreibt mich an. Ich würde mich freuen euch die onlinevariante näherbringen zu dürfen. Wie gesagt, jemand der sich damit auskennt erspaart sehr viel zeit und frustration.
Mfg Kira (aka. Vic)
Oh und btw, alle die gelangweilt sind von WoW und mal was komplett neues wollen, schaut euch mal Darkfall ( oder Xsyon an. Xsyon launch ist am 1.3.2011, ist aber noch mit Vorsicht zu genießen. Es ist ein vielversprechendes konzept für ein MMO (ich spiele die Beta seit 5 Monaten).
Schurke Stf. 70 Elementarlederer / Kürschner